Man kann einen "Hobbyfunker" recht einfach definieren: Ein Mensch, welcher gerne mit anderen Menschen redet ... und das am liebsten persönlich!
Was wäre, wenn vor vielen Jahren nicht die Funkpioniere die Funktechnik angezweifelt hätten ?
Hätte doch damals jener Volksvertreter recht behalten, als er sagte, „Radio in der Schweiz, - niemals!“
Nein, die Funktechnik entwickelte sich im laufe der Zeit immer rasanter weiter.
Schon bald brauchte es eine Verwaltung, die den verschiedenen Funkdiensten Frequenzen zuwies, damit die Dienste störungsfrei abgewickelt werden konnten, um nicht in einem Chaos zu enden. Bis vor einigen Jahren war diese Verwaltungsaufgabe der Generaldirektion der PTT zugeteilt. Heute verwaltet das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) die Frequenzen.
In den frühen 70er Jahren schwappte wieder ein Trend aus dem Westen nach Europa, der Citizen Band - Funk (Bürger-Funk) oder in der Schweiz Jedermannsfunk genannt. Wie der Namen schon sagt, jeder kann mit jedem kommunizieren. Endlich konnte sich Jedermann eine Konzession besorgen und im 11 Meter - Band Sprechfunk betreiben, ohne die anspruchsvolle Amateurfunkprüfung zu absolvieren. Die Möglichkeiten waren, im Gegensatz zu denen der Amateurfunker, durch Vorschriften eingeschränkt. Aber der Reiz ein kleiner Funkpionier zu sein, war gegeben.
In den späten 70er und frühen 80er Jahren boomte der Jedermannsfunk. Beim Wandern, unterwegs im Auto oder Zuhause, Jedermannsfunk war in. Von Vielen wurden die Hobbyfunker belächelt, wenn sie sich mit einem Handfunkgerät (Handy) mit gleichgesinnten Bekannten und Unbekannten auf dem Äther unterhielten.
Vorschriften und Bestimmungen, wandelten sich dank dem unermüdlichen Einsatz der Swiss - CB - Organisation SCBO zum Positiven. Durften doch damals nur Geräte mit einer Ausgangsleistung von 100mW, einer Modulationsart (AM) und nur im Gerät integrierten Antennen (Handys) betrieben werden. Heute können Geräte mit 4 Watt Ausgangsleistung, mit 3 Modulationsarten (AM, FM, SSB), digitale Kommunikationen und externen Antennen betrieben werden. Nebenbei gesagt, die Konzessionsgebühr für drei Geräte beträgt: Fr. 72.- pro Jahr ohne weitere Kosten.
Ganz im Zeichen der Zeit, haben die Jedermanns- wie auch Amateurfunker Nachwuchsprobleme.
Heute will wohl keiner mehr so recht Pionier sein. Die einzige Pionierleistung besteht wohl darin, das trendigste Handy zu haben und mit diesem, immer nur für die gewünschten Personen erreichbar zu sein.
Wie war das doch früher mit dem lächeln? - Heute wird jeder der keines hat belächelt!
Für Auskünfte zum Thema Jedermanns Funk, steht die SCBO (www.scbo.net ) oder deren lokaler Mitgliedervereine gerne zur Verfügung. Die lokalen Vereine, und anderem auch Informationsveranstaltungen wie zum Beispiel: Ferienpass oder Funknetze an verschiedenen Veranstaltungen an.
Angaben zum Amateurfunk gibt es unter www.uska.ch




